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	<title>Szary&#039;s Blog</title>
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		<title>Verflixte Prioritäten</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 17:29:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Szary.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich brauche einen größeren Hut! Einen Zylinder – nur größer. Einen Chapeau Claque – nur größer. Einen Sombrero – nur größer. Und unter diesen Hut würde ich dann mein gesamtes Leben packen. Meine Frau, meine Familie, Freunde und Verwandte, mein Studium und die Praktika. Und natürlich auch meine Hobbies hätten dort Platz. In die eine [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com&amp;blog=8939368&amp;post=358&amp;subd=fleischwurstfachgeschaeft&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich brauche einen größeren Hut!  Einen Zylinder – nur größer. Einen Chapeau Claque – nur größer. Einen Sombrero – nur größer. Und unter diesen Hut würde ich dann mein gesamtes Leben packen. Meine Frau, meine Familie, Freunde und Verwandte, mein Studium und die Praktika. Und natürlich auch meine Hobbies hätten dort Platz. In die eine Ecke der Fußball, in die andere der Stift und das Buch. Nichts müsste draußen bleiben, nichts vernachlässigt werden, vor allem das. Denn reichte noch vor ein paar Jahren ein kleines Fischerhütchen dafür aus, mein ganzes Leben unter einen Hut zu bekommen, brauche ich dafür mittlerweile eine ganze Sammlung, so scheint es.</p>
<p>Die Gründe für diesen Platzmangel sind genauso facettenreich wie simpel: Meine Frau und verschiedene Freundeskreise in mindestens genauso vielen verschiedenen Städten. Studium, Berufserfahrung, Praktika. Zwei Hände voll zeitraubender Hobbies die gepflegt und mindestens eine große Tüte voller Projekte und Träume die realisiert werden wollen. Garniert wird das Ganze dann natürlich noch mit einer absoluten Unfähigkeit Prioritäten setzen zu können, oder vielleicht auch Prioritäten setzen zu wollen. Denn während mich bereits viele Menschen darauf hingewiesen haben, dass mein Hut gerade dabei ist aus allen Nähten zu platzen, schalte ich auf Durchzug und versuche mit energischem Drücken auch die kleinste Kleinigkeit unter der Krempe hindurchzuschieben. Die Konsequenz: Atemlose, marathonartige Wochen und die Erkenntnis, dass es mit den Jahren einfach zu viele Personen, Dinge und Interessen geworden sind, die einen Platz unter meinem Hut und in meinem Leben benötigen und verdient haben.</p>
<p>Deshalb habe auch ich erkannt, dass es an der Zeit ist Prioritäten zu setzen. Bis es jedoch irgendwann  mal soweit ist, wäre es nett, wenn mir irgendwer einen größeren Hut besorgen könnte.</p>
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		<title>Ich packe meinen Koffer</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 21:19:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Szary.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mixture]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich packe meinen Koffer…schon wieder. Noch vor ein paar Jahren habe ich mindestens einige Stunden gebraucht, bis ich meine 7 Sachen zusammen und ordnungsgemäß verstaut hatte, nun braucht es dafür lediglich einige wenige Handgriffe. Klamotten hier, Bücher dort, Persönliches in diese Ecke. Einmal das Gewicht ordentlich auf dem Koffer verlagert, Reisverschluss zu, fertig. Das Kofferpacken [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com&amp;blog=8939368&amp;post=356&amp;subd=fleischwurstfachgeschaeft&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich packe meinen Koffer…schon wieder. Noch vor ein paar Jahren habe ich mindestens einige Stunden gebraucht, bis ich meine 7 Sachen zusammen und ordnungsgemäß verstaut hatte, nun braucht es dafür lediglich einige wenige Handgriffe. Klamotten hier, Bücher dort, Persönliches in diese Ecke. Einmal das Gewicht ordentlich auf dem Koffer verlagert, Reisverschluss zu, fertig. Das Kofferpacken scheint mit den Jahren zur Routine geworden zu sein, lästig ist es deswegen trotzdem. Und das nicht nur wegen der Prozedur des Kofferpackens an sich, sondern auch und vielleicht gerade vor allem deswegen, weil jeder gepackte Koffer auch einen Abschied mit sich bringt. Ob von der Familie, von Freunden, Verwandten oder Bekannten. Ob von Städten, WG’s, Lieblingscafé oder der Stammkneipe. Und meinetwegen auch: ob von Stränden, Palmen und der All-In-Hotelbar –   in den meisten Fällen bringt ein gepackter Koffer ein lachendes und ein weinendes Auge hervor.</p>
<p>Doch auch an dieses, an das lachende und das weinende Auge, habe ich mich bereits gewöhnt, auch dies scheint Routine geworden zu sein. Denn in den letzten 4 Jahren habe ich in 8 verschiedenen WG’s gewohnt und dabei rund 18 Mitbewohner erst kennen, und dann immer mögen gelernt. Und auch, wenn mich der letztendliche Umzug nur in die nächstgelegene Nachbarschaft verschlug, stand mit dem zippenden Reißverschluss ein Abschied vor der Tür.</p>
<p>Auch jetzt befinde ich mich wieder in dieser Situation. Rund 2 Monate in Dresden liegen hinter mir – eine Zeit in einer tollen Stadt und einer wunderbaren WG. Zwar kann man in einer derart kurzen Zeit nur in den wenigsten Fällen eine intensive Beziehung zu Land und Leuten aufbauen, und trotzdem: es ist einfach ein komisch-melancholisches Gefühl. Und dann? Dann geht es für mich zunächst kurz nach Frankfurt, um dann wieder in Siegen einzukehren – für zwei Wochen. Denn auch hier heißt es Ende Oktober ziemlich unerwartet Abschied nehmen, den Koffer brauche ich gar nicht mehr auszupacken.</p>
<p>Obwohl, vielleicht schon. Ich ziehe wieder nach Mönchengladbach. Alles auf Null und zurück zu den Wurzeln. Mit einem lachenden, und einem weinenden Auge.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/356/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/356/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/356/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/356/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/356/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/356/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/356/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/356/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/356/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/356/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/356/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/356/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/356/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/356/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com&amp;blog=8939368&amp;post=356&amp;subd=fleischwurstfachgeschaeft&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Entscheidungskarussel</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Sep 2010 16:44:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Szary.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich brauche eine Entscheidungskugel, eine Münze oder meinetwegen auch ein kleines Männchen mit Hut und Schnäuzer, der mir sagt, was ich zu tun und zu lassen habe. Ich weiß ja, wir alle treffen jeden Tag abertausende Entscheidungen: Geld sparen oder Geld ausgeben? Nur Pullover oder gleich die Jacke an? Urlaub in Spanien oder auf Balkonien? [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com&amp;blog=8939368&amp;post=353&amp;subd=fleischwurstfachgeschaeft&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich brauche eine Entscheidungskugel, eine Münze oder meinetwegen auch ein kleines Männchen mit Hut und Schnäuzer, der mir sagt, was ich zu tun und zu lassen habe. Ich weiß ja, wir alle treffen jeden Tag abertausende Entscheidungen: Geld sparen oder Geld ausgeben? Nur Pullover oder gleich die Jacke an? Urlaub in Spanien oder auf Balkonien? Und wir alle, haben in gewissen Situationen Probleme, uns für dies oder doch für jenes entscheiden zu können – die einen mehr, die anderen weniger. Einer jedoch, der <span style="text-decoration:line-through;">viele </span>unglaubliche Probleme damit hat sich zu entscheiden, ist kein geringerer als: ich selbst.</p>
<p>Und das fing schon in der Schulzeit an. Ich weiß noch, wie ich als kleiner dicker Junge am Abend vor dem zu Bett gehen stundenlang vor meinem Kleiderschrank stehen konnte, akribisch auf der Suche nach dem perfekten Outfit für den nächsten Tag. Und diese Suche gestaltete sich nicht etwa aufgrund meines ausgeprägten Modebewusstseins als derart kompliziert – zwischen dem TKKG-Shirt, der Jeans mit dem Batman-Flicken und der Latzhose gab es nämlich keinen wirklich großen Spielraum – nein dieses Unterfangen kostete mich einzig deshalb so viel Zeit, weil ich mich schlicht und ergreifend nicht entscheiden konnte.</p>
<p>Und am nächsten Morgen, als ich dann doch letztendlich eine ganz andere Kombination nicht-zusammenpassender Kleidungsstücke am Körper trug, stand schon die nächste folgenschwere Entscheidung auf dem Programm: Wurst oder Marmelade aufs Brot? Ich dachte nach, wog ab, listete im Kopf alle positiven und negativen Eigenschaften der Brotaufstriche auf und verglich diese mit der Nahrungspyramide, um dann nach einiger Zeit endlich zu dem Schluss zu kommen…das doch beides eigentlich ganz lecker wäre. Wenn meine Mutter mir nicht irgendwann mit einer Spinat-Diät gedroht hätte, säße ich wahrscheinlich noch heute dort.</p>
<p>In der Schule angekommen wurden einem dann endlich einige Entscheidungen abgenommen – wunderbar. Denn auch wenn ich mich statt Mathe lieber für ne Runde Fußball entschieden hätte, plötzlich verspürte ich eine gewisse Leichtigkeit. Diese reichte ziemlich genau bis zur ersten Pause. Wie immer versammelten sich alle coolen Kinder bei den Bänken an den Tischtennisplatten, um gemeinsam zu essen und sich über die neuesten Abenteuer der Power Rangers oder Zubasa Ozora austauschen zu können – natürlich war auch ich bei diesem Spektakel mit von der Partie. Mit gehörigem Magenknurren holte ich also mein Brot aus dem Schulranzen – nach reichlicher Überlegung hatte letztendlich doch der Käse das Rennen vor Wurst und Marmelade gemacht – und biss genüsslich und zufrieden hinein. Mit dem Gewissen zumindest brottechnisch schon einmal die richtige Entscheidung getroffen zu haben, saß ich nun glücklich schmatzend da und lauschte der Diskussion meiner Klassenkameraden, bis…ja bis Konrad, der Streber aus der 6.2, sein Schinkenbrot aus der Dose nahm und es mir triumphierend unter die Nase hielt – in Sekundenschnelle war die Leichtigkeit verflogen. Und während mich Konrad mit vollem Mund angrinste, durchströmte meinen Körper ein Gefühl, tiefer als Hass: Es war…Futterneid.</p>
<p>Ein Erlebnis, was in mir ganz schön tiefe Spuren hinterlassen haben muss. Denn wie oft sitze ich heute noch gemeinsam mit Freunden im Restaurant und sobald es ans Bestellen geht, steht mir urplötzlich der kalte Schweiß auf der Stirn. Und wenn dann später die Speisen kommen, hat prinzipiell jemand anderes genau das Essen, was ich doch gerade so gern haben würde. Und während sich meine Sitznachbarn wie die Geier über ihr Festmahl hermachen, kaue ich lustlos und neidvoll auf meiner Gabel herum.</p>
<p>So könnte ich noch hunderte weiterer Situationen aufzählen, bei denen ich auf der Suche nach der richtigen Entscheidung in einen hart umkämpften inneren Zweikampf mit mir selbst geraten bin. Ha, am Freitag zum Beispiel: Die ganze Woche schon überlegte ich, ob ich dieses Wochenende in Dresden bleiben, oder doch lieber in die Heimat fahren sollte. Dabei war die Sachlage ziemlich klar: Diszipliniert für die Uni arbeiten und Geld sparen oder doch ordentlich feiern gehen und Geld verprassen? Vernunft gegen Lust, Teufel gegen Engel. Und nachdem ich mich zwischenzeitlich für die eine Möglichkeit entschieden hatte, um dann doch wieder die andere vorzuziehen, entschied ich mich letztendlich am Freitag mittag für das einzig Richtige: Die Heimat. Prompt organisierte ich mir also für 15 Uhr eine Mitfahrgelegenheit und packte schon mal in Gedanken meine Tasche, die ich dann jedoch kurze Zeit später wieder auspackte – gedanklich, versteht sich, denn ich saß ja immer noch am Arbeitsplatz. Glücklicherweise kreuzte dort irgendwann das kleine Männchen mit Hut und Schnäuzer auf und erlöste mich von meinem zwiespältigen Leid, indem er mir die einzig wahre Lösung meiner Probleme ins Ohr flüsterte. Da dies jedoch leider nicht passierte, weil es kleine Männchen mit Hut und Schnäuzer gar nicht gibt und wenn es sie geben sollte, dann zumindest nicht in meinem Leben, kaufte ich mir eine große Flasche Wein und etwas gutes zu Essen und…schrieb diesen Text – auf meinem Balkon in Dresden.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/353/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/353/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/353/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/353/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/353/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/353/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/353/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com&amp;blog=8939368&amp;post=353&amp;subd=fleischwurstfachgeschaeft&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Deutschland spaltet sich auf</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 20:05:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Szary.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland schafft sich ab]]></category>
		<category><![CDATA[Integrationspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sex und Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Thilo Sarrazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Literatur braucht Skandale. Dass dies der Fall ist, zeigten in der jüngsten Vergangenheit beispielsweise Charlotte Roche oder Helene Hegemann, die mit jeder Menge  sex, drugs &#38; rock n‘ roll nicht nur Tabu- sondern auch Auflagegrenzen sprengten. Einer, der diesen Zustand bereits vor der offiziellen Veröffentlichung seines Buches erreichte ist Thilo Sarazzin. Und man höre und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com&amp;blog=8939368&amp;post=350&amp;subd=fleischwurstfachgeschaeft&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Literatur braucht Skandale. Dass dies der Fall ist, zeigten in der jüngsten Vergangenheit beispielsweise Charlotte Roche oder Helene Hegemann, die mit jeder Menge  sex, drugs &amp; rock n‘ roll nicht nur Tabu- sondern auch Auflagegrenzen sprengten. Einer, der diesen Zustand bereits vor der offiziellen Veröffentlichung seines Buches erreichte ist Thilo Sarazzin. Und man höre und staune, dies schaffte er nicht etwa durch die Beschreibung wilder Sexszenen und ausschweifender Drogenexzesse – auch wenn dies vielleicht besser für ihn gewesen wäre – nein er brachte es mit einem politischen Buch bis auf die Spitze der Bestsellerliste. Doch neben seiner Position als noch-Mitglied des Bundesbankvorstands, ist auch seine Tätigkeit als Buchautor im eigentlichen Sinne in den letzten zwei Wochen schlagartig in den Hintergrund gerückt – derzeitige Funktion: Buhmann und gefeierter Held in Einem. Denn nichts scheint die Bundesrepublik heute so sehr zu spalten wie Thilo Sarrazin und sein Buch „Deutschland schafft sich ab“. Für die einen ist es nur die pure Wahrheit die dort geschrieben steht, denn Sarrazin nennt damit das Kind beim Namen und spricht das aus, was viele denken. Für die anderen sind es nichts weiter als rassistische Äußerungen, Lügen und längst überwunden geglaubte Fremdenfeindlichkeiten, die den Nationalsozialisten nur allzu gut in den Kram passen. Besonders letzterer Aspekt ist dabei wohl leider nicht wirklich von der Hand zu weisen. Erst letzte Woche, als der neue Bundespräsident Wulff während seiner Antrittsrede im sächsischen Landtag über Ausländerintegration sprach, sprang die NPD-Fraktion auf, wedelte mit Plakaten und schrie: „Sarrazin, Sarrazin…“ – eine simple und doch aussagekräftige Parole.</p>
<p>Dabei ist es ja nicht so, als sage Sarrazin etwas Neues, als habe er eine völlig neue und unbekannte Debatte ins Leben gerufen, die nun für Furore sorgt. Es ist vielmehr so, dass die Art und Weise wie er gewisse Dinge zu thematisieren versucht, völlig über ihr Ziel hinausschießt, sodass bei einem derart heiklen Thema viel zu viel Interpretationsspielraum übrig bleibt. Und während die einen empört und wütend durch die Straßen ziehen, machen sich die anderen auf zum kollektiven Schulterklopfen. Und mittendrin: Thilo Sarrazin. Wie er sich momentan fühlen muss, mag man gar nicht erst vermuten. Hilflos, so scheint es, wirkte er jedenfalls bei <em>Hart aber Fair</em>, wo er erst letzte Woche zu Gast war, um sich den Wutausbrüchen von Friedmann &amp; Co zu stellen. Wenn diese Sendung eins zeigte, dann das Sarrazin vielleicht ein guter Provokateur, aber ein ebenso schlechter Rhetoriker ist. Mit Leibeskräften versuchte er, sich mit Erklärungen aus dem Schlamassel zu befreien, sodass er einem fast schon leidtun konnte. Aber nur fast. Hätte er doch lieber über Sex und Drogen geschrieben…</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/2010/09/08/deutschland-spaltet-sich-auf/"><img src="http://img.youtube.com/vi/VmLohA-ROVI/2.jpg" alt="" /></a></span>
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		<title>Wort trifft Kunst</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 11:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Szary.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Jasmin Ramadan]]></category>
		<category><![CDATA[MMIII]]></category>
		<category><![CDATA[Wort trifft Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist es eine zufällige und zugleich provozierte Begegnung. Langsam, fast schüchtern tasten sich beide vor und prallen im nächsten Augenblick ungebremst aufeinander, stoßen zusammen. Ein ungewohntes Zusammenspiel entwickelt sich. Oder ist es doch ein vertrauter Machtkampf? www.wort-trifft-kunst.de<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com&amp;blog=8939368&amp;post=345&amp;subd=fleischwurstfachgeschaeft&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist es eine zufällige und zugleich provozierte Begegnung.</p>
<p>Langsam, fast schüchtern tasten sich beide vor und prallen im nächsten Augenblick ungebremst aufeinander, stoßen zusammen.</p>
<p>Ein ungewohntes Zusammenspiel entwickelt sich. Oder ist es doch ein vertrauter Machtkampf?</p>
<p>www.wort-trifft-kunst.de</p>
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		<title>Abenteuer für alle!</title>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 13:25:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Szary.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[alternative Reiseform]]></category>
		<category><![CDATA[Backpacking]]></category>
		<category><![CDATA[Lonely Planet]]></category>

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		<description><![CDATA[Backpacking ist eine alternative Form zu Reisen, vermeindlich jedenfalls. Denn Rucksacktourismus hat sich in den letzten Jahren immer mehr zur Trendbewegung entwickelt und verliert dadurch nicht nur seine Ideale, sondern auch seine Authentizität. Es ist heiß in diesem Zimmer. Sechs Hochbetten stehen hier dicht an dicht nebeneinander, in einer Ecke versucht ein Ventilator erfolglos gegen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com&amp;blog=8939368&amp;post=342&amp;subd=fleischwurstfachgeschaeft&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Backpacking ist eine alternative Form zu Reisen, vermeindlich jedenfalls. Denn Rucksacktourismus hat sich in den letzten Jahren immer mehr zur Trendbewegung entwickelt und verliert dadurch nicht nur seine Ideale, sondern auch seine Authentizität.</strong></p>
<p>Es ist heiß in diesem Zimmer. Sechs Hochbetten stehen hier dicht an dicht nebeneinander, in einer Ecke versucht ein Ventilator erfolglos gegen die stickige Luft anzukommen, die an eine Umkleidekabine nach dem Sportunterricht erinnert. Ich liege auf einer der steinharten Matratzen und versuche zu schlafen. Vergebens, dafür sorgen mein schnarchender Zimmergenosse und die Mücke, die auf der Suche nach Nahrung unaufhörlich um meinen Kopf kreist. Achtzehn Stunden Busfahrt liegen hinter mir, meine Knochen schmerzen, der Kopf dröhnt. Paradiesische Zustände, in denen ich mich da befinde – nicht zwangsweise, sondern völlig freiwillig. Und, ich bin nicht allein, denn das kleine Hostel im Zentrum der mexikanischen Stadt Palenque ist die meiste Zeit des Jahres ausgebucht. Doch was sind das für Menschen, die dieser Bedingungen zum Trotz in einer derartigen Unterkunft hausen?</p>
<p><a href="http://fleischwurstfachgeschaeft.files.wordpress.com/2010/05/38220034_2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-343" style="border:1px solid black;margin:3px;" title="38220034_2" src="http://fleischwurstfachgeschaeft.files.wordpress.com/2010/05/38220034_2.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Da wäre Nicolas beispielsweise, ein 31-jährige Bauarbeiter aus Frankreich, der drei Monate durch Mexiko reisen will, vielleicht auch länger. Den Job gekündigt, die Freundin verlassen. Einfach weg sollte es gehen. Oder auch Sandy aus Australien, die wie so viele gleich nach dem Schulabschluss ihre Koffer packte, um nun die Welt zu entdecken. Das erste Mal weit weg von zu Hause, wo sie neue Aufgaben bewältigen und ungewohnte Hürden überspringen muss. Genau das hat Patrice schon hinter sich. Er stammt ursprünglich aus Brasilien, wo es ihn jedoch nicht lange hielt. USA, Italien, Griechenland – um nur einige Länder zu nennen, in denen er in den letzten 40 Jahren gearbeitet hat. „Where is home?“, frage ich ihn und bekomme nach kurzem zögern nur ein leichtes Kopfschütteln als Antwort. Man könnte ihn wohl guten Gewissens als Lebenskünstler bezeichnen und mit seinem Vollbart und den langen grauen Haaren erfüllt er dabei auch Äußerlich das Klischee eines alternativen Weltenbummlers. Wie lange er schon unterwegs ist weiß er nicht. Familie und Freunde in seiner Heimat hat er schon seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Irgendwann wurde das Reisen einfach zur Gewohnheit und jeder neue Stempel in seinem Pass, ließ eine Rückkehr nur noch unvorstellbarer erscheinen und in immer weitere Ferne rücken.</p>
<p>Verschiedene Länder und Kulturen, verschiedene Persönlichkeiten und Charaktere, die alle hier in diesem kleinen Zimmer zusammen kommen. Doch, so unterschiedlich wir auch sind, so ähnlich ist die Situation, in der wir uns befinden: Wir alle reisen mit nichts weiter als einem Rucksack, wir alle sind Backpacker. Und genau diese Tatsache ist es, die sprachliche- und kulturelle Barrieren in gewisser Weise zu bewältigen scheint und uns zu Freunden macht. Wir fühlen uns verbunden, sitzen im selben Boot. Eine derartige Verbrüderungen ist dabei keineswegs Ausdruck unserer uneingeschränkten Nächstenliebe, nein sie ist  in Backpackerkreisen vielmehr Gang und Gebe, gehört zum guten Ton. Und daher hilft man sich wo man kann. Gibt Tipps weiter, tauscht Erfahrungen aus, teilt Glück und Misserfolg gleichermaßen. Ein Geben und Nehmen.</p>
<p>Die Beweggründe, die einen reisewilligen Menschen zum Rucksacktouristen machen sind überaus vielseitig und doch relativ simpel. Für wenig Geld will er die Welt entdecken und was erleben. Er strebt nach Freiheit, sucht das Abenteuer, will das einheimische, das typische eines Landes kennen lernen. Dabei ist er spontan und erlebnisorientiert. Er plant nicht, sondern lässt sich treiben und versucht sich so vom herkömmlichen Pauschaltouristen abzugrenzen. Er will sein eigenes Süppchen kochen, provokativ gesagt: er hält sich für was Besseres als der All-Inclusive-Narr mit Neonbändchen um den Arm, der sich den Arsch hinterher tragen lässt.</p>
<p>Eine überaus romantische Vorstellung, doch wer jetzt denkt, dass es sich um eine Bewegung linker Weltverbesserer handelt, der liegt falsch. Denn was zwar als alternative Reiseform aus der Hippiebewegung der siebziger Jahre heraus entstand, ist schon längst nicht mehr auf eine gesellschaftliche Gruppe zu reduzieren. Natürlich ist auch hier ein gewisser Stereotyp auszumachen, das Bild des Vorzeigebackpackers mit Jesuslatschen, Strubbelhaar und drei Wochen Bart ist jedoch ziemlich veraltet, auch, wenn nicht wenige dieses Klischee eines Lebenskünstlers gerne für modische Zwecke verwenden. Das Phänomen des Rucksacktouristen zieht sich mittlerweile quer durch alle Schichten und Altersgruppen. Meistens sind es Menschen, die unabhängig sind und sich vor allem finanziell um niemand anderen kümmern müssen, als um sich selbst: Vom Schulabgänger bis zum Studenten, vom Aussteiger bis zum Rentner-Ehepaar. Ja sogar das Partygirl im Minirock will nun Backpacker sein, um auch ein bisschen Abenteuer abzubekommen.</p>
<p>Die Gründe für eine derartige Entwicklung liegen dabei auf der Hand, denn zwar sind Ziele und Beweggründe eine Reise mit dem Rucksack anzutreten auch mit den Jahren durchaus ähnlich geblieben, die Umstände wiederum haben sich drastisch geändert: Nicht zuletzt dank TV-Sendungen wie <em>Auf und davon</em> oder <em>Mein neues Leben</em> ist es cool und „in“ geworden mit einem Rucksack durchs Land zu reisen. In Zeiten, in denen man eingetrichtert bekommt, dass es ohne obligatorische Auslandserfahrung nur noch für Hartz IV reichen könnte, bevölkern unzählige Deutsche wie Ameisen die verschiedenen Länder, um auch ihren Lebenslauf mit der vermeindlichen Jobgarantie zu bestücken – mit dem obligatorischen Lonely Planet bewaffnet, versteht sich. Die sogenannte „Bibel“ des Backpackers führt uns zum schätzungsweise wichtigsten Grund für diese gegenwärtige Entwicklung, denn nicht zuletzt aufgrund dieses Reiseführers ist das Backpacken mit den Jahren schlicht und ergreifend einfacher geworden. Es braucht keine besonderen Vorbereitungen, kein Know-How mehr um sich auf den Weg zu machen. Ein Weg, der dank Billigfliegern und Around-the-World-Tickets unkomplizierter und einfacher zu beschreiten geworden ist. Dabei haben sich nicht nur die generellen Bedingungen, sondern auch die Länder, die Zielorte selbst mit der Zeit verändert und an diese Art des Tourismus angepasst. Eine Nachfrage braucht eben auch ein Angebot. Und wem auch diese Umstände noch zu unsicher sind, der wendet sich an spezielle Agenturen die dem Abenteuer das Risiko nehmen und dabei trotzdem dafür sorgen, dass zumindest der Schein des furchtlosen Draufgängers gewahrt bleibt. Und weiß man dann trotzdem einmal nicht weiter, so kann man ja immer noch einen seiner Reisegefährten um Hilfe bitten, denn irgendwer spricht bestimmt die Landessprache.</p>
<p>Die Konsequenz dieser Entwicklung ist nicht zu übersehen, so hat sich die  alternative Reiseform mit den Jahren zur Trendbewegung mit Massentourismus-Charakter gemausert – auch, wenn nicht wenige davor die Augen verschließen. Von der bereits beschriebenen Romantik bleibt im 21. Jahrhundert nicht mehr viel übrig und das Interessante ist, dass dadurch die Bewegung in gewisser Weise Stück für Stück seine Authentizität, seine Grundlage verliert. Denn will man doch eigentlich um keinen Preis mit den verschmähten Pauschaltouristen in einen Topf geworfen werden, so sind gerade hier die Parallelen deutlich sichtbar und die Grenzen verschwimmen immer mehr. Stellt sich der Backpacker beispielsweise gerne als armen low-budget Reisenden dar, so entspricht dies nur noch in den seltensten Fällen der Realität. Natürlich geht man vielleicht sparsamer mit seinem Geld um, der mehrwöchige Rucksack-Trip kostet jedoch unter Umständen genauso viel, wie der all-in Cluburlaub für die ganze Familie. Ob maßgeschneidertes Hostel, Globetrotter Megastore oder die Agentur mit ihrem rundum-sorglos-Paket – der Backpacker hat sich besonders in den letzten Jahren in diversen Bereichen als lukrativer Kunde entpuppt und wird dadurch immer mehr zu demjenigen, der er eigentlich nicht sein will.</p>
<p>Bei einer Sache ist er dem Pauschaltourist sogar um Längen voraus, denn während sich dieser bekanntlich höchstens bis zum Pool wagt, strebt der alternative Urlauber nach mehr. Er will Land und Leute nicht nur entdecken, sondern erleben – dass er auf seiner Erkundungstour nicht auf Einheimische, sondern nur auf andere Reisende trifft, muss ja keiner wissen. Länder wie Australien, Neuseeland oder Kanada werden langsam aber sicher zu Hochburgen einer Trendbewegung, die zwar die Nähe zur einheimischen Kultur sucht, sich aber in der Realität immer mehr von dieser entfernt – der Masse sei Dank.</p>
<p>Und einige ganz Eifrige wollen sich wiederum aus eben dieser Masse herausheben, so scheint es zumindest. Denn dem Backpacker des 21.-Jahrhundert reichen weder ein- noch zwei Länder auf seinem Trip, nein ein ganzer Kontinent sollte es schon sein. Südamerika in drei, der Norden des Kontinents in zwei Monaten – wer im inoffiziellen Wettbewerb um die meisten Länderpunkte nicht an letzter Stelle stehen will, der muss eben Prioritäten setzen. Flughafen – Hostel – Zentrum – Flughafen. Für echte Erlebnisse und Erfahrungen bleibt da bei so manchem keine Zeit mehr. So auch nicht bei Nicolas. Mein nun schnarchender Zimmergenosse zeigte mir gleich nach meiner Ankunft stolz seinen gutgefüllten Reisepass und erzählte gedankenverloren von einigen Erlebnissen. Bei einer Seite hielt er inne und zeigte auf den etwas verblichenen Stempel Boliviens, ein Aufenthalt, der nicht ganz so erlebnisreich war. „Überhaupt nicht schön“ fand er es dort, deswegen ging es auch nach drei Tagen weiter nach Mexiko. „Aber immerhin hab ich den Stempel“.</p>
<p>Stimmt, immerhin.</p>
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		<title>Alle gegen Einen</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 00:09:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Szary.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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		<category><![CDATA[Sündenbock]]></category>
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		<category><![CDATA[WM]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist die 44. Minute im FA-Cup Finale zwischen dem FC Chelsea und dem FC Portsmouth. Mit schmerzverzehrtem Gesicht humpelt der sichtlich angeschlagene Michael Ballack vom Platz und wird kurze Zeit später durch seinen Teamkollegen Juliano Belletti ersetzt. Ein grobes Foul des ehemaligen Dortmunders Kevin-Prince Boateng machte ein Weiterspielen des Spielmachers unmöglich und wie wir [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com&amp;blog=8939368&amp;post=338&amp;subd=fleischwurstfachgeschaeft&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist die 44. Minute im FA-Cup Finale zwischen dem FC Chelsea und dem FC Portsmouth. Mit schmerzverzehrtem Gesicht humpelt der sichtlich angeschlagene Michael Ballack vom Platz und wird kurze Zeit später durch seinen Teamkollegen Juliano Belletti ersetzt. Ein grobes Foul des ehemaligen Dortmunders Kevin-Prince Boateng machte ein Weiterspielen des Spielmachers unmöglich und wie wir alle wissen, sind die aus dem Foul resultierenden Konsequenzen noch viel gravierender.</p>
<p>Denn, „unser Michael“ wird nicht mit zur WM fahren können – das weiß mittlerweile jeder, ob groß, ob klein, ob dick, ob dünn. Und nicht nur das. Nein nicht nur, dass jeder darüber bescheid weiß (was ja vollkommen klar ist), nein nun möchte auch jeder einmal seinen Senf dazu geben, möchte böse und außerordentlich sauer sein auf den „scheiss Kevin“, denn der ist es ja wohl immerhin, der uns schon vor dem Beginn der WM in unsere Sommermärchen-Suppe gespuckt hat – dieser Penner.</p>
<p>Diese geballte Ladung Frust entlädt sich zur Zeit natürlich vor allem dort wo es so richtig schön einfach ist seiner Wut Luft zu machen. Dort, wo dich niemand zur Rechenschaft zieht und du trotzdem erhört wirst. Wo du, als Teil des kollektiv wütenden Fußballdeutschlands einmal so richtig erbost über die Unverschämtheit des bösen Prinzen sein kannst und das schöne dabei ist: du bist nicht allein. Nein Zehntausende haben bereits mit einem kurzen Klick bei StudiVZ oder Facebook ihre Gleichgesinnung zum Ausdruck gemacht – ein Massengefühl.</p>
<p>Dabei ist das eigentlich Geschehene doch irgendwie absurd, oder? Ich meine, der (Fußball-)Liebling und perfekteste Schwiegersohn Deutschlands wird vom tätowierten Vorzeige-Rüpel flachgelegt, niedergestreckt, außer Gefecht gesetzt. Ein Szenario, was sich wohl kein Soap-Schreiberling besser hätte ausdenken können – eine Story wie aus dem (Fußball-) Bilderbuch, die das Herz eines jeden Chefredakteurs höher schlagen lässt.</p>
<p>Und, es kommt ja noch dicker! Denn, wie sollte es anders sein, natürlich wird Kevin bei der kommenden WM im Leibchen von Deutschlands Gruppengegner Ghana auflaufen und mit seinem Team am 23.06. in Johannesburg auf das Team der Deutschen und auch auf seinen Bruder Jérôme treffen. Man darf also gespannt sein, ob die deutsche Elf auch mit zu den Stutzen passenden Boxhandschuhen den Platz betreten wird, oder ob man sich vielleicht lieber doch direkt Verstärkung beim Kickboxverein holt. Bei Facebook findet man bestimmt schnell genug Freiwillige.</p>
<p>Wer schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf dieses Bruderschaftsduell haben und sich außerdem auch noch ein bisschen objektiver über den kleinen Prinzen informieren will, dem sei dieser <a href="http://www.zeit.de/2010/20/DOS-Bolzplatz">Artikel</a> hier ans Herz gelegt. Denn, als hätte <em>dieZeit </em>es geahnt, erschien prompt in der Ausgabe der letzten Woche ein mehrseitiger Bericht über die Boatengs. Absolut lesenswert und zufälligerweise gerade passend, irgendwie.</p>
<p>So, ich muss jetzt mal weiter rumheulen. Wenn meine Tränen dann getrocknet sind merke ich vielleicht auch, dass Fouls eben nun mal zum Fußball dazu gehören. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Was ich aber auf jeden Fall gemerkt habe und was mir inmitten dieser unerträglichen Tristesse riesigen Trost spendet ist die Erkenntnis, dass wir jetzt schon einen super Sündenbock gefunden haben, ist doch auch was. Denn wenn wir dann bereits in der Vorrunde ausscheiden sollten, bleibt uns immer noch der Fingerzeig aufs schwarze Schaf mit den Worten: „Kevin wars!“.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/338/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/338/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/338/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/338/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/338/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/338/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/338/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/338/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/338/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/338/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/338/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/338/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/338/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/338/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com&amp;blog=8939368&amp;post=338&amp;subd=fleischwurstfachgeschaeft&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Berlin in Siegen</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 12:10:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Szary.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[Lyz]]></category>
		<category><![CDATA[Radler]]></category>
		<category><![CDATA[Siegen]]></category>
		<category><![CDATA[Toni Mahoni]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ein paar Wochen war ich auf der Veranstaltung eines Herrn, der sich Toni Mahoni nennt. Einige von euch werden ihn vielleicht kennen und für diejenigen, die es nicht tun: Er ist nicht das Mitlied der Police Academy. Nein er macht nicht durch Gangsterjagd, sondern vielmehr durch seine lustigen Alltagstexte und seine Stimme aufmerksam &#8211; [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com&amp;blog=8939368&amp;post=334&amp;subd=fleischwurstfachgeschaeft&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ein paar Wochen war ich auf der Veranstaltung eines Herrn, der sich <em>Toni Mahoni</em> nennt. Einige von euch werden ihn vielleicht kennen und für diejenigen, die es nicht tun: Er ist nicht das Mitlied der Police Academy.</p>
<p>Nein er macht nicht durch Gangsterjagd, sondern vielmehr durch seine lustigen Alltagstexte und seine Stimme aufmerksam &#8211; mehr berlinerisch geht nicht. Berühmt geworden, wenn man das denn überhaupt sagen kann, ist er sicherlich durch seinen Videoblog auf Youtube, zumindest dürften ihn daher einige Leute kennen. Vor kurzer Zeit ist außerdem auch sein erstes Buch <em>Gebratene Störche</em> erschienen, was &#8211; der Titel lässt es schon erahnen &#8211; jede Menge (schwachsinnigen-) Spaß bereithält.</p>
<p>Und ich war also auf einer seiner Veranstaltungen, denn auch bis nach Siegen schaffte es der Vollblutberliner. Erwartungen hatte ich vor diesem Abend kaum. Ich kannte weder seinen Videoblog, noch seine Texte und noch nicht mal sein Aussehen. Einzig seine Stimme hatte ich schonmal im Radio gehört. Bei einer Eins-Live-Lesung erzählte er von sabbernden Frauen in getigerten Bademäntel und sorgte damit bei mir für einen Lachanfall, der es in sich hatte.</p>
<p>Ähnliches vollbrachte Toni auch an diesem Abend, andem er mitsamt seiner Band auf der kleinen Bühne des Lyz für ordentliche Stimmung sorgte. Hut ab dafür, denn der Saal war gerade einmal halb gefüllt und Julia und ich zählten wohl schätzungsweise zu den jüngsten Besuchern. Zu wenig Werbung sorgte für leere Plätze. Schade, irgendwie.</p>
<p>Da ich aber weiß, dass ihr alle unbedingt hättet hingehen wollen, <em>hättet ihr es denn nur gewusst</em>, gibt es jetzt auf diesem Wege einmal eine kleine Kostprobe seines Schaffens. Einer meiner Favoriten. Prost.</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/2010/05/14/berlin-in-siegen/"><img src="http://img.youtube.com/vi/0l_dQ21YnZE/2.jpg" alt="" /></a></span>
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		<title>Aufschrei aus der Zombiestadt</title>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 11:53:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Szary.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Museum für Gegenwartskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Siegen]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT-Museumsführer]]></category>
		<category><![CDATA[Zombiestadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich schon diesem grausamen Sprichwort, dieser brutalen Phrase widersprechen und mich in manchen Fällen gar rechtfertigen musste. Seitdem ich vor rund zweieinhalb Jahren mein Studium begonnen habe jedenfalls schon einige Male, soviel ist sicher. Na ja, ich muss schon zugeben, dass selbst ich zu Anfangs auch noch zustimmend [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com&amp;blog=8939368&amp;post=331&amp;subd=fleischwurstfachgeschaeft&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich schon diesem grausamen Sprichwort, dieser brutalen Phrase widersprechen und mich in manchen Fällen gar rechtfertigen musste. Seitdem ich vor rund zweieinhalb Jahren mein Studium begonnen habe jedenfalls schon einige Male, soviel ist sicher. Na ja, ich muss schon zugeben, dass selbst ich zu Anfangs auch noch zustimmend mit den Kopf nickte, sobald einer meiner Gesprächspartner diesen fiesen Satz unter hämischem Grinsen zu Ende brachte. Doch mit der Zeit, ja mit der Zeit und mit vielen neuen Freunden, Erlebnissen und Erinnerungen, die ich in meiner neuen Wahlheimat machen durfte, entwickelte sich das Nicken zu einem erst zaghaften und dann schließlich fast schon vehementen Kopfschütteln.</p>
<p>In den mittlerweile schon 5 Semestern, die ich in Siegen studiere, habe ich etliche Diskussionen über den Wahrheitsgehalt des schönen Sprüchleins: <em>Was ist schlimmer als verlieren? – Siegen! </em>geführt. Ja sogar ein Mexikaner, dessen Freundin für ein Jahr in Deutschland lebte, konfrontierte mich während einer gemeinsamen Autofahrt mit dieser Behauptung, die für die Einen mehr, für die Anderen weniger an Wahrheitsgehalt besitzt. Die Einen studieren nicht nur in Siegen, nein sie arbeiten auch hier, gehen feiern, treffen Freunde, <em>leben</em> hier und lassen sich auf diese Stadt ein, machen das Beste draus und noch mehr – die Kopfschüttler eben. Die Anderen sind (wenn überhaupt) dann nur zum studieren hier, arbeiten jedoch noch in ihrer Heimatstadt, treffen dort ihre Freunde, gehen dort feiern, leben dort und pendeln – die Kopfnicker eben.</p>
<p>Auch beim Schreiberling Manfred Schwarz scheint es sich um einen Kopfnicker zu handeln. Nun gut, er ist zwar vermutungsweise kein Student mehr und passt somit folglich eigentlich nicht mehr in mein dargestelltes Raster. Durch die Tatsache jedoch, dass er von der Stadt Siegen ein, na ja sagen wir einfach mal eher dürftigen Eindruck zu haben scheint, werfe ich ihn an dieser Stelle einfach mal in den gleichen Topf. Seinen Eindruck gibt er in der neuen Ausgabe der ZEIT zum Besten, in der er für den Museumsführer  das Siegener <em>Museum für Gegenwartskunst </em>unter die Lupe nimmt. Zwar scheint er vom Museum ziemlich begeistert, immerhin, bei der Beschreibung meiner temporären Wahlheimat lässt der gute Herr jedoch hingegen nichts anbrennen. So spricht er bei seinen Beobachtungen beispielsweise von „deprimierenden Ansichten“ und einer „mausgrauen Innenstadt-Tristesse“, der lediglich das Museum als „Lebenszeichen in einer zombiehaft anmutenden Stadt“ etwas Abhilfe verschafft.</p>
<p>Ich bin ehrlich: Siegen ist definitiv kein Schmuckstück, keine Perle der Natur und auch kein Rohdiamant, auch das nicht. Aber ganz so schrecklich ist hier dann doch nicht. Ich meine, wenn ich mir diese Beschreibung einmal etwas mehr zu Herzen nehmen würde, dann könnt ich mich ja direkt vorn’ Zug werfen – aber seht her! Ich lebe noch. Und das mehr als gut. Auch, oder vielleicht sogar gerade weil ich in Siegen wohne und lebe.</p>
<p>Lieber Herr Schwarz, saßen Sie schon einmal mit ein paar Bierchen und guten Freunden auf den Rathausstufen, während die Abendsonne Siegens sein Krönchen in sanftes gold tauchte? Nein? Dann sind Sie hiermit herzlich auf einen Umtrunk eingeladen, allzu gern würde ich Ihre Meinung umstimmen. Gerne auch ohne Zombies. Und bis zum Museum, ists’ auch nicht weit.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/331/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com&amp;blog=8939368&amp;post=331&amp;subd=fleischwurstfachgeschaeft&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>sex sells</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 18:52:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Szary.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Michelle Hunziker]]></category>
		<category><![CDATA[Quotenblondine]]></category>
		<category><![CDATA[sex sells]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Gottschalk]]></category>
		<category><![CDATA[Wetten dass..?]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich zusammen mit meiner Familie in den Urlaub gefahren bin. Aus Langeweile dachten meine Schwester und ich uns auf dem Rücksitz unseres roten Volvos Wetten aus, die wir, wenn wir einmal groß sind, bei Wetten dass..? aufführen wollten. Für mich, den kleinen Jungen der einige Kilos zuviel auf [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com&amp;blog=8939368&amp;post=329&amp;subd=fleischwurstfachgeschaeft&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich zusammen mit meiner Familie in den Urlaub gefahren bin. Aus Langeweile dachten meine Schwester und ich uns auf dem Rücksitz unseres roten Volvos Wetten aus, die wir, wenn wir einmal groß sind<em>, </em>bei <em>Wetten dass..?</em> aufführen wollten. Für mich, den kleinen Jungen der einige Kilos zuviel auf den Rippen hatte, gab es dabei nur einen Favoriten mit dem ich mir sicher war, Wettkönig zu werden: Das Chips-Wettessen.</p>
<p>Nun, fast 30 Jahre nach der Erstausstrahlung hat sich nicht sonderlich viel verändert. Gut, ich bin älter geworden und auch einige Kilos mussten dran glauben, aber davon einmal abgesehen, halte ich meine Chipswette nach wie vor für einen absoluten Sieges-Garanten. Und auch eine weitere Sache ist so geblieben, wie ich sie kenne. Thomas Gottschalk, der Mann mit blondem Schopf und geschmackvoller Kleidung, ist auch weiterhin Moderator der erfolgreichsten Show Europas. Zwar wurde ihm bereits von verschiedenen Medien eine gewisse Lustlosigkeit unterstellt, trotzdem macht er seine Sache gut, wie ich finde.</p>
<p>Doch eine signifikante Neuerung gibt es dann doch, denn seit Oktober letzten Jahres steht dem Paten des Goldbären mit der Schweizerin Michelle Hunziker eine Co-Moderatorin zur Seite, die diese gewisse „Lust“ wieder in die Show bringen soll – im wahrsten Sinne des Wortes. Michelle ist Schweizerin und erfüllt damit nicht nur den Aspekt der Gleichberechtigung, sondern auch den der Multikulturalität, mehr oder weniger zumindest. Das ZDF hat mit dieser Wahl somit also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, Glückwunsch!</p>
<p>Und wie ich am vergangenen Samstag feststellen durfte, sind es weit mehr als nur zwei Fliegen, denn Michelle bringt auch noch andere Qualitäten mit in die Sendung, die es zuvor vergleichweise selten zu bestaunen gab. Eine gewisse Dümmlichkeit zum Beispiel, ja sagen wir einfach mal: eine gehörige, fast schwer zu ertragende Portion davon. Blond, dumm, dicke Titten, das Alles im Sparmenü mit diesem so wunderbar passenden Vornamen, herrlich. Mehr Klischees gehen einfach nicht, die da innerhalb kürzester Zeit zur Entfaltung kommen und mich zum Lachen, aber mindestens genauso viel zum Kopfschütteln bringen.</p>
<p>Ja, ich weiß: <em>Sex sells</em> hat sich da wohl der liebe Verantwortliche gedacht und prompt wurde auf die Welle schlechter Kritiken im letzten Jahr mit einer Quotenblondine geantwortet – das Patentrezept gegen jede medialen Krise, so scheint es. Und trotzdem hätte ich dem Öffentlich-Rechtlichen ein bisschen mehr Niveau zugetraut, als ein Blondchen in Unterwäsche, die ein geschätzt 14-jähriges Mädel vor der Kamera fragt, ob sie denn noch gut mit Würstchen könne. Nicht, dass ich etwas gegen Blondchen in Unterwäsche hätte, aber doch bitte beim Teleshop oder im Klatsch-Magazin, aber nicht in einer selbsternannt anspruchsvollen Show für die ganze Familie.</p>
<p>Ob Michelle nun beim kommenden Sommer-Wetten dass..? im roten Baywatch-Outfit auftrumpft bleibt abzuwarten. Die Tatsache, dass die Show jedoch auf Malle sein wird, lässt Großes erahnen – der Klischees und der Quote wegen, versteht sich.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com/329/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fleischwurstfachgeschaeft.wordpress.com&amp;blog=8939368&amp;post=329&amp;subd=fleischwurstfachgeschaeft&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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